Dienstag, 17. Juli 2012

Tam aris quam aulis: barocke Kammermusik in Zeiden / Muzicá de camerá barocá in Codlea


Am Montag den 16. Juli erlebte das Zeidner Publikum in der Evangelischen Kirche Kammermusik der ganz besonderen Art, nämlich aufgeführt auf historischen Barockinstrumenten. Die Aufführenden präsentierten erst der Reihe nach die Besonderheit und den Charakter ihrer Instrumente.

Luni in dupá amiaza din 16. Iulie, in cadrul stagiunii ai muzicii clasice Codlea 2012 organizatá de Biserica evanghelicá Codlea, melomanii codleani au avut ocazia unicá de-a savura muzicá de camerá barocá autenticá prezentatá quartetul: "Tam aris quam aulis". La inceputul programului artistii au prezentat pe ránd instrumentele lor baroce care diferá de cale clasice prin formá, dar in mod special prin sunet. 



Ulricke Titze aus Dresden führte ihre Brockvioline vor.Sie unterscheidet sich von den modernen Geige durch Form , Größe aber vor allem auch Klang. Es handelt sich um einen weichen, transparenten, süßen, leiseren "silbrigen" Klang. Guido Titze aus Dresden präsentierte die Barockoboe. Das Instrument war ein beliebtes Solo-Instrument der Barockzeit, hatte einen helleren, geschmeidigeren Klang als die moderne Version und konnte sich für Kammermusik angenehm wohlig in den Geigenklang mischen. Csata István aus Miercurea Ciuc ist zur Zeit zu den zwei einzigartigen Künstlern aus Rumänien welche die Viola da Gamba spielen. Am Instrument sind deutliche optische Unterschiede zum Cello sichtbar und der Klang ist weicher, glatt und belebt. Paul Cristian aus Kronstadt begleitete das Ensemble am Spinett, ein etabliertes Instrument der Barockzeit , wesentlich kleiner als das Cembalo und vom Klang her rieselnd, samtig, ähnlich einer Laute.  

Astfel Ulrike Titze din Dresda (Germania) prezentase vioara barocá, care are sonoritate mai dulce si transparentá decát vioara clasicá. Guido Titze tot din Dresda explica calitátile speciale si deosebite unui oboi baroc sau oboiul d´amore fatá de cele moderne. Csata István din Miercurea Ciuc face parte din cei doi artisti unice din Romania care cánta la viola da gamba. Este vorba de un instrument tipic baroc care seamána cu actualul violoncel insá avánd sonoritate mai gratioasá si gingasá.   
Ansamblul era acompaniat la spinet de Paul Cristian din Brasov. Spinetul este mai mic decát clavecinul si un predecesor al pianului, avánd insá o sonoritate asemánátoare unui instrumente de coarde ciupite cum ar fi ghitara.
  
Aufgeführt wurde barocke Hof- und Tafelmusik Musik von G. Ph. Telemann, J. G. Naumann und G. A. Bresianello , aber auch geistliche Instrumentalmusik von H.I.F. Biber so das dass Motto zum Programm "Tam aris quam aulis" lautete: das Übersetzung würde etwa sinngemäß so lauten: wie am Altar soll es auch ausserhalb erklingen.


Au fost prezentate piese instrumentale camerale din epoca barocá de G. Ph. Telemann, J. G. Naumann si G. A. Bresianello. Din repertoriul sacrala fost prezentatá o piesá instrumentalá de compozitorul H.I.F. Biber. Astfel se incadra programul in denumirea cvartetului"Tam aris quam aulis" , ce ar insemna: ráspándit sá fie in jur , cea ce rásune la altar.


Das Ensemble gab alles an temporeichen und hochpräzisem Spiel und verwöhnte das Publikum in eine atemberaubende Musikwelt. Selbewußte Spielfreude verliehen dem Gesamtklang barocke Klangkultur erster Kategorie. Die wunderschön klingende Instrumente wurden durch stilgerechtes Spiel, mitreißend und virtuos auf fesselnde Art, lebendig gestaltet. 

Ansamblul cameral a prezentat programul cu o convingere de mare tinutá artisticá, demonstránd desávársire si autenticitate de culturá muzicalá barocá.

Das Publikum fühlte sich in besonderer Weise von diesem einzigartigen Erlebnis bereichert und dankte mit reichem Applaus.  

Cei prezenti au rásplátit artistii cu un aplaus frenetic urmánd in curtea bisericii la traditionala gustare de vin rosu cu discutii de rezonantá de dupá concert.

Samstag, 30. Juni 2012

Musikzauber in Zeiden mit Quartetto Dolce / Concert de muzicá de camerá cu "Quartetto Dolce" in Codlea

Kammermusik war schon immer ein musikalischer Leckerbissen. Die Tatsache, dass so eine Gruppe wie Quartetto Dolce existiert, ist allerdings nicht so selbstverständlich: bis sich die richtigen Leute zusammen finden, welche gemeinsam gut harmonisieren, muss der erste wichtige Schritt vollzogen werden. Der zweite Schritt ist noch schwieriger: Auftritte organisieren und die Gruppe salonfähig  machen. Dazu gehören auch wohlwollende Unterstützer, so wie in diesem Falle die Deutsche Botschaft Bukarest, Zeidner Nachbarschaft, Zeidner Apotheke Imunofarm und Zeidner Kirchengemeinde. 


Muzica de camerá este un fenomen deosebit si nefiresc. Efectul sonor produce farmec si mirare. Dar si existenta unei qvartet cum ar fi formatia “Quartetto Dolce” nu este un lucru obisnuit.. In primul ránd este greu de gásit membrii care se inteleg, se potrivesc  si sunt dispusi pentru a lucra impreuná la proiectul muzical comun. In al doilea ránd este si mai greu sá gásesti locatii adecvate care organizeazá concerte si cu sustinere financiará. Iar in al treilea  ránd, intr-un orásel de provincie cum ar fi Codlea este si mai greu sá gásesti si sá mobilizezi melomanii, doritori de-a  fregventa la un asemenea eveniment muzical de valoare artisticá.  Iatá cá aceste criterii au fost implinite la sfársitul sáptámánii din data de 30. iunie la Biserica Evanghelicá unde a avut loc deschiderea stagiunii de concerte de muzicá clasicá Codlea 2012.


(Foto: Codlea Info)

Wer ist Qartetto Dolce ? Wer und was steckt dahinter ?
Die Gruppe gründete im vergangenen Jahr der zeidner Organist Klaus Dieter Untch als Notenbeschaffer und Continuobegleiter am Tasteninstrument. Zwei weitere Mitglieder sind die Geschwister Katalin und Jacinta Miklos aus Sankt Georgen (Sf. Gheorghe) die sich den Violinenpart teilen. Der Basso continuo wird vom jungen kronstädter Cellisten Paul Paraschiv besetzt.   Die Gruppe selber steckt  noch in den Kinderschuhen und arbeitet erst noch daran, um von sich hören zu lassen. Seit einigen Jahren musizieren sie gemeinsam zu den zeidner Weihnachtskonzerten. Aber so  ein musikalisches Weihnachtsgeschenk sollte ruhig ausgepackt und für restliche Jahreszeiten ausgekostet werden. So entstand die Idee für Kammermusik mit Qartetto Dolce.  Dazu gehört nun Heranreifen und regelmäßiges Auftreten. In Zeiden durfte das bestens gelingen und das zum Eröffnungskonzert am 30. Juni der Zeidner Konzertreihe 2012 in der Evangelischen Kirche. Quartetto Dolce durfte schon vergange Woche auch in Schäßburg auftreten, war schon  gut eingespielt  und zeigte somit in Zeiden Selbstbewußtsein , sowie überzeugende Selbstfindung.


Qartetto Dolce im Zeidner Kirchhof (von links):
Paul Paraschiv (Cello), Katalin Miklos (Violine), Jacinta Miklos (Violine), Klaus Dieter Untch (Continuo)



Astfel a avut loc un concert cu “Quartetto Dolce”, o formatie care de fapt s-a constutuit abia anul trecut chiar in Codlea, fiind condusá de muzicianul codlean Klaus - Dieter Untch. Au fost prezenti numerosi melomani care au fost rásplátiti cu sunete miraculoase ale muzicii din epoca barocá, clasicá si chiar moderná.
La inceputul programului au fost prezentatá un ciclu de piese baroce de G.F. Händel, G. Ph. Telemann si J.S. Bach. Dupá aceea urmase o premierá cu o compozitie proprie a muzicianului Klaus Dieter Untch cu o fantezie despre un cántec de tineret: „Din toatá inimá“. Textul acestui cántec spune cá din toatá inimá avem voie sá fim si ingeri a lui Dumnezeu.  
Spre final a fost prezentat si din repertoriul clasic a lui J. Haydn o triosonatá.


(Foto: Codlea Info)

Das Programm bot zunächst einen musikalischen Zyklus der Barockzeit mit Triosonaten von Händel, Telemann und Bach. Es handelte sich dabei oft um Stücke die für andere Besetzungen geschrieben wurden und für Qartetto Dolce   neu arrangiert oder transponiert werden mussten. Da kommen wir auch zum dritten wichtigen Aspekt einer Kammermusikgruppe: die Notenbeschaffung ist eine aufwendige und spannende Arbeit.
Doch während den Proben wurde den Aufführenden klar: es handelt sich um musikalische Leckerbissen, die es wert sind, präsentiert zu werden. Auch die Gastgeber, Organisatoren, Sponsoren und vor allem das Publikum sei darauf hingewiesen: Kammermusik verkörpert Lebensfreude und Lebensqualität, die man nicht oft genug erleben kann.
Auch eine Uraufführung durfte im Zeidner Konzert zustande kommen. Zum diesjährigen evangelischen Jugendtag erhielt der Zeidner Organist Untch den Auftrag, einen repräsentativen Song welches das Motto "Von ganzem Herzen" verkörpert , zu schreiben. Daraus entwickelte sich nun aus seiner Feder zum selben Thema, eine lebhafte Fantasie eigens für Qartetto Dolce in Manier des romantischen Kontrapunkts.
Der Schlussteil des Konzerts war  der Klassik gewidmet: eine Triosonate von Josef Haydn. Eleganz und galante, schwebende Leichtigkeit war herauszuhören. Es sind die Eigenschaften die Qartetto Dolce gerne verkörpert und hören läßt.


Piesele au fost interpretate cu elegantá galantá , insusiri cu care se intruchipeazá formatia „Quartetto Dolce“ formatá din: Katalin Miklos (Vioará), Jacinta Miklos (Viorá) , Paul Paraschiv ( Violoncel) si Klaus – Dieter Untch ( Continuo).
Concertul a fost rásplátit de melomani cu un bogat aplaus iar la iesire in curtea bisericii, cei prezenti au fost invitati sá serveascá báuturá rácoritoare si vin rosu, avánd parte la discutii de dupá concert.  



Es gab reichlich viel Applaus und eine bachsche Zugabe für das zahlreich erschienene Publikum. Anschließend durfte  das Konzert im  Kirchhof unter strahlend blauem Himmel  mit Rotwein und Geplauder ausklingen.  Es hört sich vielleicht wie nach Märchen an, aber es ist tatsächlich ein Stück  Musikzauber  im wirklichen Leben. Qartetto Dolce sei Dank. (Annemarie Untch)

Stagiunea concertelor de muzicá clasicá din Codlea este finantatá de Ambasada Germaná Bucuresti, Asociatia Codlenilor din Germania, Farmacia Imunofarm Codlea si Biserica Evanghelicá Codlea.
Urmátorul concert cu muzicá de camera va la cea loc in data de 16. Iulie.

Freitag, 29. Juni 2012

Eindrücke zum 21. Zeidner Treffen in Friedrichroda


Foto: Helmut Mieskes - Zeidner Treffen Friedrichroda 2009 
              
 Zum vierten Male hintereinander hatte ich erneut das besondere Vergnügen zu einem der alle drei Jahre in Deutschland stattfindenden Zeidner Treffen, dabei zu sein. Gemeinsam mit Pfarrer Andreas Hartig und Sekretärin Brigitte Vládárean durften wir aus Zeiden zu diesem großartigen Treffen in Friedrichroda hinzureisen.
          Es tut gut so viele Zeidner an einem Platz zu treffen , die auf einem zukommen und mit anerkennende Reaktionen auf die Schulter klopfen.
Es tut noch besser wenn sich dabei beherzte Menschen zusammenfinden welche mit  konkretem Einsatz für das, was auch heute in Zeiden passiert, sich engagiert einbringen.   
          Deshalb ist so ein Zeidner Treffen für mich nicht nur eine stärkende Oase um neue Kräfte und Inspirationen zu sammeln, sondern eine Plattform der Begegnungen um Ziele, Ideen, Projekte  für Zeiden zu verwirklichen.  
          Anhand so eines Treffens wird mir stets Gegenwärtig welch starkes Potential hinter so einer Gemeinschaft steht. Da ist einmal der Vorstand: fähige, eifrige, begeisterte Leute kommen zusammen und setzten in Tat um was an Ressourcen und Energie aus der Basis kommt. Es geht um Inhalte, Belebung und aktives Miteinander Teilen- und Erleben.
          Da sind innerlich jung gebliebene Altnachbarväter Volkmar Krauss und Udo Buhn und ein neuer dynamischer Nachbarvater  Rainer Lehni auf den viel versprechende Hoffnungen für die Zukunft der Zeidner Gemeinschaft ruhen. Da sind Kulturgruppen und Kulturträger, Blasmusik, Chor, Referenten, Bücherautoren, Künstler, Jugend und vor allem ein begeistertes Publikum am Werk. Für den Erhalt zeidner Werte setzen sie allen gemeinsam stets neue Maßstäbe.  Da sind Wohltäter wie Renate Klinger und Gabrielle Lehman, welche für das Wohlwollen der Zeidner Gemeinschaft mit dem besonderen Ton des Einbringens für gute Resonanz sorgen. Was kann da noch schief gehen ?!
          Ich durfte Zeuge sein wie der neue Nachbarvater Rainer Lehni mit seiner  Helfergruppe auf dem Rasen vor dem Berghotel von Friedrichroda , den traditionellen Zeidner Wunderkreis herstellte. Ich durfte erneut den magischen Tanz im Wunderkreis erleben und mir ging gerührt von diesem Phänomen ein Licht auf: solange es einen geschlossen Kreis von Zeidner gibt, werden stets neue Wunder vollbracht.

Donnerstag, 31. Mai 2012

Singender Stammtisch in Zeiden

Zum ersten Mal wurde seitens des Zeidner Orstforum am Abend des 31. Mai der "Singende Stammtisch" in der neuen Pension "Anelize" , veranstaltet. Die Idee stammt von Vorstandsmitglied Horst Schuller und die bestätigende Rückmeldung dazu kam, über die Umfrage des Zeidner Forum an  die Mitglieder der Zeidner Gemeinschaft: nämlich an erster Stelle für gewünschte Veranstaltungen wurde der "Singende Stammtisch" gewählt.











Zur zahlreichen Sinngemeinschaft waren Jung und Alt anwesend. Sogar Besucher aus Deutschland gesellten sich dazu. Es entstand eine fröhliche Runde nach dem Motto: „Wo man singt , da lass dich nieder…“
Das stilvolle Ambiente, sowie die gute Stimmung , übertrafen alle Erwartungen. Es wurde aus Herzelnslust gesungen, musiziert und geplaudert. Diverse Volkslieder erklangen voller Gesangsfreude, begleitet am Akkordeon von Klaus-Dieter Untch, Horst Schuller und Pfr. Andreas Hartig. Sogar Kurator Peter Foof griff zur passenden Gelegenheit zum Akkordeon und verblüffte die Anwesenden mit seiner nicht verlernten Spielkunst.










Zu den Überraschungsgästen gehörte Winfried Ziegler, Jugendreferent des Landesforums aus Hermannstadt, sowie der neue Zeidner Bürgermeisterkandidat Octavian Bogdan.














Die Gastgeberfamilie Kraft boten ein bekömmliches Getränkebasar zum erschwinglichen Preis. Die Teilnehmer der Veranstaltung zeigten sich von einer derart singfreudigen Begeisterung, so daß für eine weitere Auflage des „Singenden Stammtisches“, alle Weichen gestellt sind. (Annemarie Untch)





Freitag, 25. Mai 2012

Bunter Abend in Kronstadt, von Zeidner Kulturgruppen erfolgreich mitgestalltet / "Seara de divertisment cultural german la Brasov"


Unter dem Motto „Wir lassen und das Singen nicht verbieten“ fand am Freitag den 25. Mai der Bunte Abend des Demokratischen Forums der Deutschen im Kreis Kronstadt in der Aula der Honterusschule, statt. 


(Zeidner Flötengruppe - Grupul de Flaut Codlea / Foto: Julia Barabas - ProCodlea)

Sub motoul " Nimeni ne interzice sá cántám impreuná" a avut loc vineri in data de 25. mai "Seara de divertisment cultural" al Forumului German Judetean Brasov , sustinutá in aula liceului Honterus.  
Gestaltet wurde das Programm von mehreren bekannten Formationen des Burzenlandes: der Kronstädter Bachchor und Jugendbachchor, geleitet von Steffen Schlandt, die Zeidner Kindertanzgruppe und Jugendtanzgruppe, geleitet von Nicolae Râşnovean. Ebenfalls aus Zeiden wirkten die Flötengruppe und der vereinte Chor Zeiden/Heldsdorf, beide Formationen geleitet von Klaus Dieter Untch mit. Es folgten das Folkloreensemble „Korona“, geleitet von Dagmar Cloos, der Kirchenchor Honigberg, dirigiert von Diana Bâldea, das Kronstädter „Canzonetta“ Vokal- und Instrumentalensemble, geleitet von Ingeborg Acker, das „Duo Zwei“ aus Bacău und die Burzenländer Blaskapelle, dirigiert von Vasile Glăvan.

Programul a fost sustinut de urmátorarele formatii culturale germane cunoscute din Tara Bársei: 
  • corul Bach Brasov si corul de Tineret Bach , conduse de Steffen Schlandt
  • cele douá formatii de dans sásesc de tineret si de copii din Codlea, indrumate de Nicolae Rásnovean
  • Grupul de Flaut Codlea si corurile unite Codlea / Hálchiu, conduse de Klaus - Dieter Untch 
  • Ansablul  folcloric "Korona" din Brasov indrumat de Dagmar Kloos
  • Corul Bisericesc Hárman dirijat de Diana  Bâldea
  • Ansamblul muzical de tineret si copii "Canzonetta" , condus de Ingeborg Acker
  • Formatia "Duo Zwei" din Bacáu
  • Fanfara Tárii Bársei , dirijatá de Vasile Glávan

Der zeidner Klaus Dieter Untch leitetet auch das  offene Singen mit dem Publikum. Bekannte Volksliedern wurden gesungen und  von den Formationen  Canzonetta sowie die Zeidner Flötengruppe, begleitet.

Un moment culminant a fost "cántatul liber" cu publicul. Un poutpouri de cántece germane populare a fost cántat de toti cei prezenti, acompaniat de grupul de Flaut Codlea si formatia Canzonetta sub bagheta muzicianului codlean Klaus Dieter Untch.
 Der traditionelle „Bunte Abend“ ist seit vielen Jahren  eine „Leistungsschau“ die den ehrenamtlich wirkenden Kulturensembles aus Kronstadt und den anderen beteiligten Ortschaften die Möglichkeit bietet, sich einem breiteren Publikum mit deutschem Kulturprogramm vorzustellen.

Aceastá "Seará de divertisment cultural" este de multi ani o importantá traditie a formatiilor culturale germane din Tara Bársei, care au ocazia  de-a se prezenta cu repertoriul specific sásesc.
Bemerkenswert war die gute Stimmung während der Veranstaltung und dass Zeiden mit so zahlreichen Kulturgruppen am diesjährigen „Bunten Abend“ beteiligt war. Es ist ein positives Zeichen für die zeidner sächsische Gemeinschaft dass deutsche Traditionen und eine reichhaltige Kultur für Jung und Alt mit so viel Begeisterung und Erfolg am Leben erhalten wird.


(Kirchenchöre Zeiden & Heldsdorf / Corurile unite Hálchiu - Codlea ; Foto: Julia Barabas - ProCodlea)

De remarcat a fost buna dispozitie a celor prezenti la acest eveniment, dar si prezenta vie a formatiilor codlene la aceastá editie. Este un semn pozitiv pentru comunitatea sáseascá din Codlea , care reuseste sá sustiná pentru copii si adulti numeroase formatii culturale germane de succes.

(Paul Iacob)



Freitag, 18. Mai 2012

PRIORITÁTILE ALE FORUMULUI DEMOCRAT AL GERMANILOR DIN CODLEA

  • ·       Prioritate Nr. 1, crearea locurilor de muncá prin atragerea de investitori  romani si straini, in mod deosebit a celor din spatiul germanofon al Uniuni Europene.  


  • Gestionarea responsabila , performanta si transparenta a bugetului local al Municipiului Codlea,

  • Dezvoltarea reala a infrastructurii Municipiului, incepand cu materia vitala nr. 1, apa potabila de calitate, in conducte de calitate si celelalte utilitati necesare, iar  in final asfalt de calitate pe care toti conducatorii auto si-l doresc.

  • Infiintarea de gradinite si crese in locul celor desfiintate in ultimii ani , in cartierele in care acestea nu exista.

  • Infiintarea unui centru de ajutorare a pensionarilor,a persoanelor cu dizabilitati si a celor ce traiesc din ajutor social.

  • Modernizarea scolilor, concentrata pe aducerea la un standart ridicat al salilor de curs , si constructia din fonduri europene a unei baze sportive  orasenesti  pentru scolari,tineret si ceilalti cetateni  ai orasului nostru.

  • Modernizarea echilibrata a tuturor zonelor Municipiului Codlea.

  • Promovarea unor programe de instruire, specializare profesionala, perfectionare si schimburi culturale pentru tinerii codleni in Germania.

  • Punerea in valoare a patrimoniului cultural si istoric, a resurselor geografice in vederea atragerii turistilor in orasul nostru. 

  • Infratirea orasului Codlea cu un oras important din Germania: facilitarea schimburilor economice, culturale si turistice cu Germania si celelalte tari  germanofone.

  • Promovarea unui program cultural de substanta  pentru toti cetatenii Municipiului  Codlea indiferent de nationalitate sau  religie.

Noi nu promitem, noi facem!

Votati!

BOGDAN OCTAVIAN 

PRIMAR 
al Municipiului Codlea



Interviu cu Bogdan Octavian , candidat pentru primar din Codlea:
click aici: http://klausdieteruntch.blogspot.com/2012_04_01_archive.html


FORUMUL GERMAN SE IMPLICÁ


Mittwoch, 9. Mai 2012

Mit offenen Augen auf den Nächsten zugehen / Interviev mit Pfr. Andreas Hartig


Seit Herbst 2009 dient der junge Pfarrer Andreas Hartig (Jahrgang 1982) als Seelsorger der Evangelischen Kirchengemeinden A.B. Zeiden und Heldsdorf. Er stammt aus Bistritz und hat in Hermannstadt das Theologiestudium und das Vikariat abgeschlossen. In den beiden Burzenländer Gemeinden, die er seit zweieinhalb Jahren betreut, sieht er ein vielversprechendes Potenzial: Zeiden ist mit 443 Seelen die sechstgrößte Kirchengemeinde der Landeskirche und die drittgrößte des Kronstädter Kirchenbezirks, Heldsdorf zählt 139 Seelen. Mit den elf Konfirmanden (zehn in Zeiden und einem in Heldsdorf) am Palmsonntag entsteht auch Hoffnung auf Zukunft. Einen Einblick in die Arbeit des Pfarrers erhielt für die Siebenbürgische Zeitung Korrespondentin Christine Chiriac.
Wie kam es zu dem Entschluss, Pfarrer zu werden?
Es war ein längerer Prozess. In Bistritz habe ich lange Zeit in der Jugendarbeit mitgemacht. Irgendwann hat man mich gefragt, ob ich als Akkordeon- und Klavierspieler mir vorstellen könnte, den Sonntagsgottesdienst auf der Orgel zu begleiten. So engagierte ich mich immer mehr im Gemeindeleben. Pfarrerin Birgit Hamrich machte mich auf das Theologiestudium aufmerksam, und ich habe diese Chance wahrgenommen, zunächst weniger aus innerer als aus äußerer Berufung.

Haben Sie seither daran gedacht, beruflich doch etwas anderes zu machen? 
Nein. Obwohl es andere Berufe gibt, wo man finanziell viel besser abgesichert ist, hält mich irgendetwas fest. Man lernt mit der Zeit die Situation der Menschen in der eigenen Kirche kennen, entwickelt Verantwortung für jene, die noch da sind, und für das, was hier noch möglich ist. Was wäre, wenn wir alle nur die leichteren Aufgaben auf uns nehmen würden? Deswegen habe ich mich entschieden, den Weg weiter zu gehen.

Seit zweieinhalb Jahren betreut Pfarrer Andreas ...Seit zweieinhalb Jahren betreut Pfarrer Andreas Hartig die Kirchengemeinden Zeiden und Heldsdorf. Foto: privatWo sehen Sie die größten Herausforderungen?
Mir gibt die Verwaltung am meisten zu tun. Früher gab es Nachbarschaften oder mehr Gemeindeglieder, die sich fachlich gut auskannten und für verschiedene Aufgaben Verantwortung übernahmen. Heutzutage hat man diese Strukturen leider nicht mehr, dafür aber seit der Wende viel mehr Besitz: Schulen, Kindergärten, Grundstücke, eigene Räumlichkeiten. Es ist nicht einfach, den Überblick zu behalten, mit dem Bürgermeisteramt oder den Mietern zu verhandeln, Klarheit in den Zahlen und Ziffern zu schaffen, vor allem wenn man kein großer Fan der Mathematik ist. Als Pfarrer wird man im Studium nicht als Manager ausgebildet und lernt auch nicht, was ein Vertrag zu beinhalten hat. Auf einmal sieht man sich aber damit konfrontiert. Man kann nur hoffen, dass man keinen Fehler macht. Es ist auch deshalb wichtig, sich durch Gespräche mit der Gemeinde und dem Presbyterium abzusichern, Fachleute heranzuziehen, Anwälte und Notare aufzusuchen. So lernt man dazu. Man würde sich manchmal vielleicht doch wünschen, mehr Zeit für die Vorbereitung der Predigt, für den Religionsunterricht, für Hausbesuche oder Jugendprojekte zu haben.

Wie verläuft diese „andere“ Arbeit?
Die Herausforderung besteht darin, das Potenzial der Gemeinden heranzuziehen, die Menschen für die Gemeindearbeit zu begeistern. Man hat viel mit älteren Menschen zu tun, die Jüngeren sind selbst sehr beschäftigt, die ganz Jungen kommen zum Teil aus einem anderen konfessionellen Hintergrund. Sie haben nicht mehr den gleichen Bezug zur Kirchengemeinde wie die früheren Generationen, die in diesen Glauben hineingeboren wurden, mit ihm aufgewachsen sind, die Traditionen von klein auf gepflegt haben. Die heutige junge Generation kennt das alles nicht. Man muss viel Zeit investieren, um sie mit den Grundsätzen vertraut zu machen, letztendlich auch was die Konfirmation angeht. Manchmal habe ich den Eindruck, dass viele Jugendliche die Konfirmation als eine Klubmitgliedschaft betrachten, die man aufgibt, wenn man keinen Spaß mehr daran hat. Sie müssen erst lernen, sich mit dem Glauben, der Kirche und den Traditionen zu identifizieren.


Wie begeistert man sie?
Das ist die Frage! Man denkt sich verschiedene Aufgaben, Projekte, Veranstaltungen aus, man eröffnet neue Möglichkeiten und schaut auf die Reaktionen der Leute. Manche begeistern sich mehr, andere weniger. Im Sommer haben wir zum Beispiel das Projekt „Offene Kirchenburg“ ins Leben gerufen: So tun die Jugendlichen auch in den Ferien etwas Sinnvolles für ihre Gemeinde, während Touristen und Zeidner die Gelegenheit erhalten, die Kirchenburg zu entdecken. Einmal im Monat organisieren wir den „Kirchentee“ oder „Kirchenkaffee“ nach dem Sonntagsgottesdienst. Die Jugendlichen kommen schon um neun Uhr ins Pfarramt, bereiten Tee und Kaffee vor, sind im Gottesdienst dabei und bedienen anschließend die Gemeindeglieder. Es ist mir sehr wichtig, dass zwischen der jungen und der älteren Generation Kontakte geknüpft werden. Deswegen haben wir uns auch bei der Organisation des Faschingsfestes und der Zeidner Begegnung impliziert. Viele andere Projekte sind mit großzügiger Hilfe von außen möglich.

Wer unterstützt die Kirchengemeinde?
Beim Verfassen des Rechenschaftsberichts wurde mir klar, wie viel Hilfe wir erhalten haben. 2010 konnten wir eine neue Heizung in der Schule einbauen – dafür stellte uns unser Partnerkirchenkreis Oberes Havelland knappe 30000 Euro zur Verfügung. Auch die Zeidner Nachbarschaft aus Deutschland unterstützt uns regelmäßig, sei es bei den Arbeiten am Friedhof, bei dem Projekt Essen auf Rädern, bei der Restaurierung unserer Orgel oder bei der Weihnachtsbescherung. Wir haben zudem eine gute Beziehung zur Deutschen Botschaft in Bukarest aufbauen können, die nun unsere Zeidner Konzertreihe fördert. Hinzu kommen private Sponsoren. So viel Engagement ist nicht selbstverständlich, vor allem in Krisenzeiten. Auch im Vergleich zu anderen Gemeinden in unserer Landeskirche kann man sich in Zeiden glücklich schätzen. Das muss man schätzen lernen, dafür muss man dankbar sein.

Wie sehen Ihre Pläne aus?
Im Mai wird sich die Zeidner Jugendgruppe am Evangelischen Jugendtag in Kleinschelken beteiligen und dort das Jugendcafé betreiben. Eine wichtige Aufgabe, die ich mir für dieses Jahr vorgenommen habe – oder an der ich weiter arbeiten werde – ist, die Verwaltung in Ordnung zu bringen. Wir möchten zusätzlich die Kirchenburg durch verschiedene Baumaßnahmen sichern: In den letzten Jahren haben wir das Dach der Ringmauer sichergestellt, nun ist die Erneuerung der Elektrik in der ganzen Kirchenburg eine wichtige Priorität. Hinzu kommen die laufenden Reparaturen, die man immer durchführen muss, wenn man Immobilien verwaltet.

Haben Sie einen Lieblings-Bibelvers?
Vielleicht nicht einen Lieblingsvers, auf jeden Fall aber einen, der Kraft gibt. Ich denke an die Jahreslosung für 2012– „Jesus Christus spricht: ‚Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig’“ (2. Korinther 12,9). Es ist ein hoffnungsvolles Wort auch für unsere Gemeinden. Wir sind weniger geworden, umso mehr können wir für einander da sein, umso mehr sind wir gefragt, einander beizustehen. Wir sollten die positive Seite betrachten, ein wenig von unserem Ego und vielleicht den manchmal falschen Stolz weglassen, dankbar sein, für das Wohl der Gemeinschaft sorgen, zusammenhalten. Wir sollten mit offenen Augen auf den Nächsten zugehen – so können wir sehr viel erreichen, auch wenn unsere Zahl zurückgeht.

Quelle: http://www.siebenbuerger.de/zeitung/artikel/interviews/12142-mit-offenen-augen-auf-den-naechsten.html